Si-o-se Pol. Die letzten Tage des Parvis Karimpour

30. Januar 2017  19.30 Uhr  im Ettlinger Kino Kulisse

Der AK Asyl Ettlingen zeigt 2017 in Zusammenarbeit mit dem Ettlinger Kino Kulisse eine Filmreihe zur aktuellen Flüchtlingsfrage. Die Auswahl zeigt ganz unterschiedliche Geschichten mit Blick auf persönliche Schicksale und Situationen. Die Filme berühren durch Beobachtungen, die auch eigene Erfahrungen und Gefühle widerspiegeln.

Am 30. Januar startet die Reihe mit „Si-o-se Pol. Die letzten Tage des Parvis Karimpour
Nach der Vorführung lädt der AK Asyl zu einem Gespräch mit dem Regisseur Henrik Peschel ein.

Der Montblanc-Drehbuchpreisträger drehte den Film über Flucht und Freundschaft im Migrantenmilieu an Original-Schauplätzen, produziert wurde er in Deutschland. 2013 wurde er beim Cambridge Film Festival uraufgeführt. Die Hauptrollen sind mit erfolgreichen Kinoschauspielern wie Ramin Yazdani und Pheline Roggan besetzt.

Bis heute wurde der Film auf 10 internationalen Filmfestivals ausgezeichnet.

Wir zeigen den Film in den Originalsprachen Deutsch, Englisch, Spanisch, Persisch, Arabisch, Französisch und Italienisch, die mit deutschen Untertiteln versehen sind. Die Dauer des Films beträgt 82 Minuten.

Zum Inhalt:
Bevor der todkranke Parvis Karimpour stirbt, will er sich mit seiner Tochter Nasrin aussöhnen. Illegal reist er mit einer Gruppe von Flüchtlingen in Spanien ein. Er schlägt sich nach Madrid durch, wo er seine aus dem Iran geflohene Tochter vermutet. Er findet Zuflucht in der von einer Wirtschaftskrise schwer angeschlagenen Metropole, wo er den Migranten Fabrizio, einen gescheiterten Pianisten, der sich mit Putzjobs über Wasser hält und Almut, einer verwöhnten jungen Deutschen begegnet. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche.

Dabei finden die Drei eine gemeinsame Aufgabe. Parvis schöpft wieder Hoffnung. Mit seinem Optimismus reißt er Fabrizio und Almut aus ihrer Lethargie. Einem neuen Hinweis folgend machen sich die Drei in Almuts Auto in Richtung Norden auf.

Hintergrund:
Si-o-se Pol ist das persische Wort für „33-Bogen-Brücke“, ein mächtiges Bauwerk in Isfahan. Es ist mehrere hundert Meter lang und gilt unter Architekten als eine der schönsten historischen Brücken der Welt. Die Hauptfigur Parvis kommt aus Isfahan und hat wunderschöne Kindheitserinnerungen an die Brücke.

Auf die Frage nach der Kernbotschaft seines Films sagt Henrik Peschel:
„Egal wie weit der Weg ist, in diesem Fall ja mehrere tausend Kilometer aus dem Iran nach Europa, es lohnt sich immer, alles zu versuchen, um sein Ziel zu erreichen. Parvis sucht in Spanien seine einzige Tochter und findet dort neue Freunde. Selbst halb verhungert hat er doch immer ein Ohr für den depressiven Ex-Pianisten Fabrizio und für die junge Almut, die sich in der fremden Metropole von ihrem Manager-Freund alleingelassen fühlt. Vielleicht rettet Parvis ihr sogar das Leben. Freundschaft, Solidarität und echtes Interesse sind das, was wir immer geben können und was die Menschen oft so sehr vermissen“

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=MK_YvSe5-f8
Kritik: http://www.spiegel.de/kultur/kino/die-letzten-tage-des-parvis-k-von-henrik-peschel-filmkritik-a-1065939.html

Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten.

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1 Jahr ago