Supersamstag in der Fahrradwerkstatt

Das war heute – bei Superwetter und vor der Werkstatt – einfach ein toller Tag. Wir waren – wie selten zuletzt – sehr gut aufgestellt:
Werner, Stefan, Franz, Armin, Manfred und … Willi. Willi hat den Artikel im Amtsblatt gelesen, wo wir um Unterstützung für unsere Arbeit geworben haben. Dann kamen noch Andreas und Yazan dazu, zwei interessierte und sehr fleißige Helfer.

Natürlich ließ die „Kundschaft“ nicht lange auf sich warten. Unser Freund, ein Nigerianer, hatte einen Sturz und wir mussten ihm ein neues Vorderrad (Achter) ersetzen und seine Bremsen neu einrichten. Ein syrisches Ehepaar mit kleinem Jungen haben wir ein Damenrad gerichtet und dem Kleinen ein passendes Rad gegeben. Sie waren sehr zufrieden. Dabei ergaben sich intensive Gespräche über ihre Flucht und ihre inzwischen glückliche Integration hier. Er war Hotelkaufmann, sie ist zertifizierte Chemielehrerin fürs Gymnasium (allein die Sprachkompetenz reicht noch nicht, um hier eine Lehrerstelle zu bekommen). Nun ist er Kraftfahrer und kann den Unterhalt für die Familie weitestgehend selber leisten. Das macht ihn zufrieden, weil er damit selbstständig ist und anerkannt wird.

Dann war noch eine albanische Frau mit ihren beiden Kindern da, für die Werner das Fahrrad wieder verkehrstüchtig gemacht hat. Dem Sohn haben wir ein Fahrrad zur Verfügung gestellt mit der Auflage, dass er es gründlich putzt. Hat er (mit ein bisschen Nachdruck) dann auch gemacht. Es wurden insgesamt 6 neue und durchaus akzeptable Räder gespendet.

Aber ……………. Stefan hat uns verboten neue Räder anzunehmen. Zitat: „Wer ein neues Rad bringt, muss ein anderes mit nach Hause nehmen.“ Der Keller ist gerammelt voll.
Also: Wir müssen alles, was sich nicht mehr zur Reparatur eignet, entsorgen. Damit ist der Schwerpunkt für den kommenden Samstag gesetzt.

1 Monat ago