Über uns

Der Arbeitskreis ist ein offenes bürgerschaftliches Netzwerk, das in stetigem Wachstum begriffen ist und zum Zeitpunkt der Abstimmung ca. 400 Ehrenamtliche (Stand Februar 2016, Bezieher Newsletter) vereint, die meisten davon sind Ettlinger*innen. Der AK Asyl besteht seit 2012.

Wir freuen uns immer über weitere Ettlinger Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sich mit uns engagieren oder die Angebote und Aktivitäten des AK Asyl Ettlingen mittragen und aktiv weiterentwickeln. Ob Ihr Engagement dauerhaft oder auf Zeit angelegt ist, für eine klar abgegrenzte Aktivität oder ein bestimmtes Angebot: das entscheiden Sie selbst!

Zu unseren Kontaktmöglichkeiten…

Selbstverständnis oder: Was wir mit unserem Engagement erreichen möchten

Das Engagement des AK Asyl Ettlingen ist von folgendem Gedanken getragen:

„Wir sehen uns in der humanitären Verantwortung den Menschen, deren Schicksalswege weniger glücklich, sicher und geradlinig als unsere eigenen verlaufen sind, Orientierung und Unterstützung anzubieten.“

Mit Blick auf die in Ettlingen ankommenden Flüchtlinge steht an erster Stelle der Wunsch, die Menschen willkommen zu heißen und ihnen einen Platz in unserer Gemeinde zu öffnen. Ziel unserer Angebote und Aktivitäten ist es, Asylbewerberinnen und Asylbewerber bei der Orientierung im Alltag in Deutschland und in Ettlingen zu unterstützen, sie mit unserer Kultur, unserer Sprache, unserem Alltagsleben und unserer Stadt vertraut zu machen. Die Mitglieder verstehen dies als Starthilfe bei der Integration. Daneben ist es uns ein herzliches Anliegen, mit den hier lebenden Flüchtlingen in vielfältiger Weise in Kontakt zu kommen, deshalb organisieren wir Begegnung mit in unserer Stadt lebenden Flüchtlingen. Mit Blick auf mögliche Ängste und Vorbehalte der Ettlinger Bevölkerung versteht sich der AK Asyl Ettlingen als Vermittler.

 

Die Angebote des AK Asyl orientieren sich dabei an folgenden Leitlinien:

Die Leitlinien wurden am 02.02.2016 von den Mitgliedern des AK Asyl Ettlingen angenommen.

 

1) Unsere Angebote/Projekte sind integrativ

Das bedeutet für uns:

  • Unsere Angebote dienen der Starthilfe beim Integrationsprozess. Beheimatung in Ettlingen steht dabei nicht im Fokus, da Umzüge im Rahmen der Anschlussunterbringung oder abschlägige Entscheidungen im Asylverfahren je nach Einzelfall wahrscheinlich sind.
  • Angebote, bei denen Flüchtlinge und Ettlinger Bürger/-innen zusammenkommen ziehen wir gegenüber Veranstaltungen nur für Flüchtlinge vor.
  • Durch unsere Angebote werden v.a. Hilfe zur Selbsthilfe und Eigeninitiative angestrebt.

 

2) Unsere Angebote sind offen für jede*n Flüchtling in Ettlingen

Das bedeutet für uns:

  • Unsere Aktivitäten fließen in Angebote & Projekte, die grundsätzliche jedem Flüchtling bzw. jedem aus einer bestimmten Gruppe von Flüchtlingen (Kinder/Jugendliche; Frauen; etc.) zugutekommen.
  • keine finanzielle Unterstützung zur Deckung von Bedarfen im Einzelfall;
  • Die Vermittlung von Wohnungen, Arbeit oder Praktika für einzelne Flüchtlinge gehört nicht zu den Angeboten des AK Asyl Ettlingen, da wir dies nicht für jeden in Ettlingen lebenden Flüchtling gewährleisten könnten. Das bedeutet, im AK Asyl Ettlingen gibt es kein Team, das ‚Wohnungsmittlung‘, Arbeitsvermittlung‘ und ‚Praktikumsvermittlung‘ als (Regelangebot) organisiert bzw. koordiniert.
  • Suchaufrufe für Wohnungen oder Arbeits- bzw. Praktikumsplätze oder für spezifische Gegenstände, die einzelne der Flüchtlinge benötigen können über den Newsletter kommuniziert werden. So kann das Netzwerk des AK Asyl Ettlingen genutzt werden.
  • Patenschaften oder patenschaftsähnliche Beziehungen zwischen Flüchtlingen (einzeln oder ganzen Familien) können sich aus der Begegnung ergeben, sie werden vom AK Asyl nicht vermittelt.
  • Wir treffen keine Auswahl unter den Flüchtlingen, denen bestimmte Vergünstigungen oder Chancen zukommen sollen, z.B. in Ettlingen in die Anschlussunterbringung übernommen werden; ebenso Arbeitsplatz, Praktikum etc.

 

3) Ehrenamt ist zusätzlich zum Hauptamt:

Das bedeutet für uns:
Unsere ehrenamtlichen Angebote sind zusätzlich zu den staatlich organisierten und verpflichtenden Aufgaben, die durch die hauptamtlichen Mitarbeiter*innen der Verwaltung zu realisieren sind. Dies ist uns v.a. deshalb wichtig, um die wertvolle Energie aller Beteiligten nicht in Doppelstrukturen zu vergeuden. Weiterhin suchen wir zu verhindern, dass durch das ehrenamtliche Engagement evtl. Mängel bzw. Schwachstellen der staatlichen Aufgaben verdeckt werden, damit nicht durch unser Engagement die Anstrengungen auf der Verwaltungsebene nachlassen, solche Mängel zu beseitigen.

Daraus folgt für uns,

  • die Hauptamtlichen sind die ersten Ansprechpartner*innen für die Flüchtlinge, in Bezug auf Bedarfe, Notwendigkeiten und Fragen. Dazu gehört auch, dass mögliche Bedarfe der Flüchtlinge durch das Hauptamt aktiv geklärt & erfasst werden.
  • dass wir zunächst klären und im Einzelfall prüfen, was im gegebenen Themen-/ Lebensbereich die Aufgabe und Zuständigkeit der Verwaltung (in den Unterkünften, seitens von LKR und Kommune) ist. Richtungsweisend für unsere Entscheidungen über Aktivitäten und Angebote ist, welche Aufgaben und Zuständigkeiten bestehen, nicht was ggf. aktuell gerade realisiert wird.
  • dass die hauptamtlichen Mitarbeiter/-innen der Verwaltung über die jeweiligen Angebote und Tätigkeiten vor Ort informiert und diese mit ihnen abgestimmt sein müssen.

In Feld der Flüchtlingshilfe sind zahlreiche Organisationen tätig, die Angebote für Flüchtlinge sind vielfältig. Der AK Asyl Ettlingen begrüßt das sehr. Um Doppelstrukturen und Angebotsdopplungen insgesamt zu vermeiden, kooperieren wir mit anderen ‚playern‘ in Ettlingen, z.B. Kirchengemeinden, Kommunalverwaltung, eff-eff, Vereine, VHS etc.

 

4) Jede*r gibt, was ihm möglich ist

Das bedeutet für uns:

  • Jede*r Ehrenamtliche ist uns willkommen, es gibt kein formalisiertes Aufnahmeprocedere und keine formalisierte Mitgliedschaft im AK Asyl
  • Jede*r bringt sich eigeninitiativ ein, d.h. informiert sich selbst aktiv, um tätig werden zu können und nimmt zu entsprechenden Koordinator*innen von Angeboten Kontakt auf.
  • Jede*r achtet die eigenen Grenzen.
  • Neue Projektideen/Angebote etc. werden in Absprache mit dem Leitungsteam eingerichtet.
Translate »